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Der Herr Bürgermeister von Knuddelhausen

Der Herr Bürgermeister von KnuddelhausenIch heiße Tiger, und dies ist mein Lieblingsplatz, denn von hier aus habe ich den ganzen Laden unter Kontrolle. Außerdem donnert es so schön, wenn ich nachts von da ’runter springe.

Tja, es ist schon ein verantwortungsvoller Job, Obercheffe zu sein. Nicht nur, dass man ständig auf Herrn Meier, Frau Schmidt und all die anderen mäuseähnlichen Angestellten acht geben muss, auch die Zicke, meine nervige Schwester, muss hin und wieder mit sanftem Nachdruck (meistens reichen schon ein paar saftige Ohrfeigen) an ihre Bürgerpflichten erinnert werden.

Sehr wichtig ist es auch, dass meine Dosis pünktlich aus dem Bett kommen. Ich habe mich jetzt drauf spezialisiert, immer genau eine halbe Stunde vor dem Wecker Rabatz zu machen, was besonders von Mama-Dosi aufs heftigste begrüßt wird. Gerade am Sonntag, wenn der Wecker öfter mal kaputt ist, sind sie mir sehr dankbar für diesen Service.

Aber manchmal ist das Leben auch richtig schön, zum Ballspiel, wenn meine Dosis wieder Mungobohnenkeime geerntet haben – hmmm, da könnte ich mich dumm und dämlich dran fressen. Oder wenn Oberdosi grad beim Abendbrot sitzt und sich nicht wehren kann. Er hat schon wieder ’ne neue Armbanduhr, die schmeckt fast noch besser als die alte.

Nun ist auch unser kleiner Sonnenschein von uns gegangen. Er hatte schon lange ein Schilddrüsenproblem und tapfer seine Pillen geschluckt. Doch dann ging alles ganz schnell …

Friedlich, wie er sein Leben lang war, ist er in unseren Armen eingeschlafen. Wir hoffen, dass es ihm gut geht am anderen Ende der Regenbogenbrücke, dass er jetzt keine Schmerzen mehr hat und dass er seine Schwester Mausi wiedergefunden hat (aber nicht wieder verkloppen, hörst du?).

Knuddelhausen, 13. Dezember 2012

In Handarbeit mit viel Liebe erstellt und gepflegt von Krümels Oberdosi
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